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  • Jahreshauptversammlung der Feuerwehren in Leun

     

    Jahreshauptversammlung der Feuerwehren der Stadt Leun
    Ehrungen mit dem Goldenen und Silbernen Brandschutzehrenzeichen am Bande
     
    44 der 75 aktiven Feuerwehrmitglieder  konnte Stadtbrandinspektor Torsten Scharf  zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Leun im Dorfgemeinschaftshaus in Bissenberg begrüßen. Besonders begrüßte er Bürgermeister Björn Hartmann, Ehrenbürgermeister Karl Heinz Straßheim, Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Ambrosius, Kreisbrandinspektor Rupert Heege, den Vorsitzenden des Feuerwehrverbandes Wetzlar Michael Stroh, Verbandsjugendfeuerwehrwart Reiner Jüngst, die Ehrenstadtbrandinspektoren Hans Roos und Thomas Straßheim, den Vertreter des Magistrates und weitere Stadtverordnete.
    Neben den Jahresberichten und Grußworten standen vor allem Beförderungen und Verleihung der Anerkennungsprämien für langjährigen Feuerwehrdienst auf der Tagesordnung.
     
    „Leun brennt“ so überschrieb Stadtbrandinspektor Torsten Scharf  seinen Bericht und fand kritische und nachdenkenswerte Worte zum Zustand der Feuerwehren in der Stadt Leun. Mit derzeit 75 Einsatzkräften hat die Stadt Leun zurzeit 15 Kräfte zu wenig um die geforderte 100prozentige  Ausfallreserve zu besetzen. Rückblickend auf seinen Amtsantritt 2014 ist das ein Minus von 14 Leuten. Hier ist Handlungsbedarf. Auch in Sachen Zusammenlegung bzw. Zusammenschluss wurde der Stadtbrandinspektor deutlich. Schon 2014 waren sich die Feuerwehren der Stadt einig. Nun liegt es an der Umsetzung und dem Bau des neuen Feuerwehrhauses. Doch hier klemmt es. Besteht doch in den Feuerwehrhäusern erheblicher Sanierungsbedarf. Auch ist es untragbar, dass sich die Feuerwehrleute in der Fahrzeughalle umziehen müssen und Dienstkleidung sowie Privatkleidung nicht getrennt aufbewahrt werden können. Doch nach wie vor wird der Dienst von 75 aktiven Feuerwehrleuten geleistet. 12 weibliche und 63 männliche Aktive garantieren, dass die Einsatzbereitschaft im Ernstfall gewährleistet wird. Die Feuerwehren wurden im Jahr 2017 zu 29 Einsätzen gerufen. Neun Brandeinsätze, 14 Hilfeleistungen und 6 Fehlalarme waren abzuarbeiten. Ferner zwei Brandsicherheitsdienste. Ein Einsatz war besonders spektakulär. Nach einem Verkehrsunfall auf der B 49 hatte ein Reisebus versucht, einen Umweg durch die Feldgemarkung bei Biskirchen zu fahren. Der Bus rutschte in einen Graben. 52 vorwiegend ältere Personen mussten aus dem Bus geleitet und zu einem bereitgestellten Ersatzbus gebracht werden.
    Insgesamt waren die Einsatzkräfte 83 Stunden im Einsatz, das sind 385 Personenstunden.
    Hinzu kommt die Brandschutzerziehung in den Kindergärten und den Grundschulen, bei der 62 Kinder geschult wurden. Für Übungsdienst wurden 2081 Stunden und für 36 Lehrgangsbesuche 1056 Stunden aufgebracht. Die Alarmierung der Feuerwehren wurde auf die Digitalmelder umgestellt. Deutlich warb der Stadtbrandinspektor noch einmal für den Dienst bei der Feuerwehr, damit auch in Zukunft die Sicherheit in Leun gewährleistet ist. „Was nutzen die Feuerwehrhäuser und die entsprechende Ausrüstung mit Fahrzeugen, wenn es am Personal mangelt“, so der Stadtbrandinspektor.  
     
    Thorsten Koch verlas den Bericht der Jugendfeuerwehr für den erkrankten Stadtjugendfeuerwehrwart Patrick Zipp. Die vier Jugendfeuerwehren der Stadt Leun haben zurzeit 39 Mitglieder, davon 15 Mädchen und 24 Jungen. Es wurden insgesamt 353 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung und 133 Stunden allgemeine Jugendarbeit geleistet. Auch überörtlich waren die Jugendfeuerwehren vertreten und haben 104 Stunden an Sitzungen und für Vorbereitungen erbracht. Vielfältige Aktivitäten wie Weihnachtsbaumsammelaktion, Schlittschuhlaufen, Fahrt ins Technikmuseum, Beteiligung am Wandertag und dem Kreiszeltlager prägten das Jahr 2017.
    Im Jahr 2018 sind schon eine Großübung sowie gemeinsame Übungen geplant, um das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken.
    Stadtminifeuerwehrwartin Simone Helfrich berichtete von den Aktivitäten der 45 Mädchen und Jungen im Alter von 6 – 10 Jahren die in den vier Minifeuerwehren der Stadt Leun sind. Übungen zur Ersten Hilfe, Kennenlernen der Feuerwehrfahrzeuge, gemeinsames Basteln, geselliges Zusammensein und die Beteiligung an der Mini-Olympiade in Philippstein prägten das Jahr. Ein Highlight war das Erreichen des Kinderfeuerwehrabzeichens „Tatze“ der Stufen 1 – 3 bei einer gemeinsamen Abnahme im September 2017.
    Bürgermeister Björn Hartmann hielt seinen ersten Bericht zu Themen der Feuerwehr. Vielfältige Arbeit liegt an. Die Umsetzung des Konzeptes für die Zusammenlegung der Feuerwehren Biskirchen, Bissenberg, Stockhausen mit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses muss forciert werden. Die Feuerwehrkommission wird nicht nur für diesen Zweck sondern auch für das gesamte Feuerwehrwesen als Beratungsgremium für den Magistrat tätig werden. Eine Mängelliste für die „alten“ Feuerwehrhäuser muss abgearbeitet werden. Für den Herbst ist die Auslieferung des neuen LF 10 vorgesehen. Auch wird es wieder Motorsägenlehrgänge geben. Da der Bürgermeister erst im März seinen Dienst angetreten hat, muss er sich erst noch einen entsprechenden Überblick verschaffen um dann auch die entsprechenden Maßnahmen anzuordnen.
    Sein besonderer Dank gilt den Frauen und Männern der Feuerwehr, die sich Tag und Nacht für den Dienst bereiterklärt haben. Besonderer Dank gilt hier auch den Führungskräften.
     
    Bei der anschließenden Aussprache wies Sabine Straßheim eindeutig auf die nicht mehr hinzunehmenden Zustände im Bereich der Fahrzeughallen der Feuerwehr hin. Zwischen den Fahrzeugen und jedermann zur Einsicht müssen sich die Feuerwehrleute für den Einsatz umziehen. Dies widerspricht jeder Arbeitsplatzverordnung und ist gesundheitlich und arbeitsrechtlich sehr bedenklich. Stefan Sellner betont, dass es nicht mehr zu leisten ist, die Gerätewartung bei den hohen Anforderungen an Prüfung und Instandhaltung ehrenamtlich durchzuführen. Hier ist Handlungsbedarf.  
     
    Bei den Grußworten betonte Kreisbrandinspektor Rupert Heege für die Brandschutzaufsicht des Lahn-Dill-Kreises, dass es gut sei, dass 44 der 75 Einsatzkräfte zur Jahreshauptversammlung gekommen seien. Doch stellt er sich auch die Frage, wo die anderen geblieben sind.  Er betont, dass gerade in Sachen der Arbeitssicherheit für die Feuerwehren der Bürgermeister in der Pflicht sei. Hier geht es nicht um „wünsch dir was“ sondern um Arbeitsschutz und sollte mit Priorität 1 im Rathaus behandelt werden. Der KBI gibt zu bedenken, dass sich die Städte und Gemeinden ernsthaft den Fragen stellen müssen, wie die Zukunft der Feuerwehren aussieht. Diese müssen sich verändern hin zu Zusammenschlüssen der einzelnen Städte und Gemeinden um Synergieeffekte im gemeinsamen Umsetzen des geforderten Standards zu erzielen.  Ferner berichtet er von der Erweiterung der Feuerwehrschule in Kassel, dem Umbau der Zentralen Leitstelle in Wetzlar. Deutlich übermittelt er seinen Dank an die Feuerwehren der Stadt Leun für die geleistete Arbeit.
     
    Die Grüße des Feuerwehrverbandes Wetzlar überbrachte Verbandsvorsitzender Michael Stroh auch von Verbandsjugendfeuerwehrwart Reiner Jüngst.  
     
    Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Ambrosius hob das große ehrenamtliche Engagement der Frauen und Männer in den Einsatzabteilungen hervor. Ein herzlicher Dank gilt allen für die aufgebrachte Zeit im Ehrenamt für die Stadt Leun und ihre Bürger, aber auch darüber hinaus einsatzbereit zu sein.
    Er machte deutlich, dass die Politik der Arbeit der Feuerwehren große Anerkennung zolle und großen Respekt vor der Leistung dieser habe. Zum Thema Zusammenschluss und Neubau des Feuerwehrhauses für Biskirchen, Bissenberg und Stockhausen betont er, dass die Stadtverordnetenversammlung ihre Arbeit getan hat. Nun liegt es an der Umsetzung.
     
    Bei den anstehenden Wahlen wurde Torsten Scharf für eine weitere Amtszeit als Stadtbrandinspektor gewählt. Zum neuen stellvertretenden Stadtbrandinspektor wurde Pascal Schmidt gewählt, da der bisherige Stellvertreter Marco Rinker nicht mehr für das Amt kandidierte.
     
    Kreisbrandinspektor Rupert Heege ehrte für 40jährigen aktiven Feuerwehrdienst Brigitte Ambrosius Ruggia, Marie-Luise Ambrosius, Sabine Straßheim und Olaf Hartmann mit dem Goldenen Brandschutzehrenzeichen am Bande. Das Silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande für 25jährige Dienstzeit erhielten Marion Ambrosius-Sander und Mikele Debus. Mit Eintritt in die Alters- und Ehrenabteilung wurde Günter Schmidt mit der Goldenen Ehrennadel des Hessischen Ministeriums geehrt.
    Bild „Die Geehrten mit Brandschutzehrenzeichen und Ehrennadel“
    Von links nach rechts:
    Stellvertretender Stadtbrandinspektor Marco Rinker, Stadtbrandinspektor Torsten Scharf, Bürgermeister Björn Hartmann, Marie-Luise Ambrosius, Marion Ambrosius-Sander, Sabine Straßheim, Mikele Debus, Brigitte Ambrosius Ruggia, Olaf Hartmann, Verbandsvorsitzender Michael Stroh, Günter Schmidt, Kreisbrandinspektor Rupert Heege
     
    Verbandsjugendfeuerwehrwart Reiner Jüngst ehrte mit Assistenz des Verbandsvorsitzenden Michael Stroh Mikele Debus mit der Floriansmedaille in Gold der Hessischen Jugendfeuerwehr. Mit der Floriansmedaille in Bronze wurden Daniela Lommel und Jürgen Knapp ausgezeichnet. 
     Bild „Floriansmedaille“
    Von links nach rechts:
    Verbandsvorsitzender Michael Stroh, Mikele Debus, Bürgermeister Björn Hartmann, Stadtbrandinspektor Torsten Scharf, Daniela Lommel, stellvertretender Stadtbrandinspektor Marco Rinker, Jürgen Knapp, Kreisbrandinspektor Rupert Heege, Verbandsjugendfeuerwehrwart Reiner Jüngst
                                   
                                                                                                                                                                                                    
    Bei den sich anschließenden  Beförderungen wurde Tina Tschiltschke zur Feuerwehrfrauanwärterin, Jerome Bauer, Jonas Peusch zu Feuerwehrmännern, Mariella-Sarina Ambrosius, Peter Kaiser zu Hauptfeuerwehrfrau/-mann, Anja Westermann zur Oberlöschmeisterin von Bürgermeister Björn Hartmann und Stadtbrandinspektor Torsten Scharf ernannt. Vom Bürgermeister und vom stellvertretenden Stadtbrandinspektor Marco Rinker wurde Torsten Scharf zum Oberbrandmeister ernannt.

    Bild „Die Beförderten“

    Von links nach rechts:

    Stellvertretender Stadtbrandinspektor Marco Rinker, Jerome Bauer, Tina Tschiltschke, Jonas Peusch, Anja Westermann, Peter Kaiser, Mariella-Sarina Ambrosius, Torsten Scharf, Bürgermeister Björn Hartmann

     
    Die Anerkennungsprämie des Landes Hessen für langjährigen Feuerwehrdienst erhielten von Stadtrat Thomas Straßheim für 20 Jahre Steffen Freyer und Björn Hartmann, für 30 Jahre Jürgen Knapp.
     

    Bild „Anerkennungsprämie“

    Von links nach rechts:

    Stellvertretender Stadtbrandinspektor Marco Rinker, Stadtrat Thomas Straßheim, Jürgen Knapp, Steffen Freyer, Björn Hartmann, Stadtbrandinspektor Torsten Scharf

     
    Nach der Bekanntgabe von Terminen für das Jahr 2018 schloss Stadtbrandinspektor Torsten Scharf die Jahreshauptversammlung. So findet der Kreisverbandstag am 15. Juli in Niederweidbach statt. Das Kameradschaftstreffen mit Grillfeier der Mitglieder der Einsatzabteilungen der Leuner Feuerwehren findet am 30. Juni statt.
     
    Jürgen Ambrosius

     



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